
runder NFC Tag
Wenn man als Besucher nach Deutschland kommt, ganz besonders als Japaner wundert man sich schon ein wenig. Sind wir Deutschen doch für unser Erfindertum und hohe Qualität technischer Geräte in der ganzen Welt bekannt. Viele Dinge wurden bei uns erfunden und entwickelt. Doch leider sind wir auch ein absolutes Entwicklungsland, wenn es um die NFC-Technologie geht. In Japan und anderen Ländern sind das Bezahlen und andere nützliche Funktionen mit NFC über das Smartphone gang und gäbe.
Was ist NFC?
Bereits vor über 10 Jahren wurde die Near Field Communiccation (Nahbereichskommunikation) von NXP Semiconductors und Sony enwickelt [1]. Durch NFC kann man beispielsweise mit dem Handy bezahlen, wenn man das NFC-fähige Handy vor ein Lesegerät hält. Dies alles funktioniert in einem Radius von ca. 10 cm und ist dadurch recht sicher, da Informationen schwer in so einen kleinen Umkreis abgefangen werden können.
NFC-Tags
Es ist aber auch möglich, dass man einen NFC-Tag benutzt, um gewisse Aktionen auf dem Smartphone zu starten. Dabei hält man das Smartphone an einen NFC-Tag (so wie eben beschrieben) und das Smartphone startet eine App oder Funktion, die vorher in den NFC-Tag geschrieben wurde.
Dabei gibt es unterschiedliche NFC-Tags für verschiedene Anwendungsgebiete.
NFC Tag Aufkleber
Die Aufkleber sind die günstigste Variante. Man kann sie für 2 – 5 € pro Stück kaufen und eigentlich auf jede Oberfläche (außer Metall) kleben. Die Tags gibt es in unterschiedlichsten Größen. Das ist von der verbauten Antenne abhängig.
NFC Tag Aufkleber für Metall
Diese Aufkleber (Label on Metal genannt) unterscheiden sich von den „normalen“ Aufklebern insofern, als das sie auch auf Metallische Überflächen geklebt werden können. Die eben erwähnten Aufkleber können auf metallischen Oberflächen nicht ausgelesen werden, da die Stromversorgung durch den Induktionseffekt gestört ist.
NFC Tag Scheckkarte
Diese Scheckkarten sehen aus wie die Kredit- und Bankkarten, die wir jeden Tag in der Hand haben. In der Plastikkarte ist der NFC Tag eingearbeitet und von außen nicht sichtbar. Die Karte ist ideal, um sie als Schlüssel für Türen zu nutzen oder als Essenskarte oder als Zutrittskarte in der Firma.
NFC Tag Transponder / Schlüsselanhänger
Ähnliche Einsatzgebiete sind auch mit dem Schlüsselanhänger denkbar. Ich kenne so einen Schlüsselanhänger von einem Fitnessstudio, mit dem man als Mitglied das Drehkreuz freischalten und sich somit Zutritt zum Studio verschaffen konnte.
NFC im Eigenbau
Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass man sich recht einfach NFC-Tags besorgen kann. Es gibt einige Anbiete, die entweder nach Deutschland liefern oder direkt in Deutschland ihren Sitz haben [2].Benötigt wird:
- NFC Fähiges Smartphone
- NFC Tags
- NFC Apps
Bei den Apps gibt es eine Vielzahl von Angeboten. Eine der bekanntesten Apps ist wohl der NFC Task Launcher. Diesen erhaltet ihr im Google Play Store [3] für derzeit 1,52 €. Mit dieser App könnt ihr die NFC Tags mit unterschiedlichen Aktionen beschreiben. Es gibt aber auch kostenlose Apps wie NFC Classic Tag Reader Writer [4] und NFC Tag Writer & Reader [5].
So könnt ihr beispielsweise mit NFC Task Launcher einen NFC Tag so beschreiben, dass man bei Verbindung zwischen Tag und Smartphone dieses komplett eise schaltet. Den so beschriebenen NFC Tag könnte man sich im Büro dann neben die Tastatur kleben. Wenn man morgens dann ins Büro kommt und sein Smartphone in der Nähe des NFC Tags ablegt, schaltet es sich automatisch stumm. Dadurch gibt es nie mehr störende Klingelanrufe. Genau so könnte man einen so programmierten Tag auch ins Auto kleben, damit man während der Fahrt nicht abgelenkt wird, oder die Navigation nach Hause starten.
Ebenfalls ist denkbar einen Tag so zu beschreiben, dass das Smartphone automatisch anfängt Musik abzuspielen. Das würde beispielsweise Sinn machen, wenn man den Tag ans Fahrrad klebt oder im Wohnzimmer oder an jede andere Stelle, wo man entspannen und / oder Sport mit musikalischer Unterstützung machen möchte.
Natürlich kann man die NFC Tags mit den sozialen Netzwerken verbinden, bzw. die Check-Ins nutzen. Ein passender Aufkleber zuhause und schon checkt man auch dort ein und teilt dies automatisch mit seinen Freunden.
Mit NFC Task Launcher kann man auch die weiter oben erwähnten Scheckkarten mit den eigenen Kontaktdaten als vCard beschreiben lassen. Im Geschäftsbereich ist das dann für den Empfänger der Visitenkarte sehr einfach die Daten in das eigene Smartphone zu übernehmen.
Quellen und Verweise
- Bildquelle: Nutzer hedrinbc auf Flickr
- [1] 12.03.2012 – Artikel „Mit dem Smartphone und NFC zukünftig bezahlen und noch viel mehr“
- [2] nfc-tag-shop.de
- [3] NFC Task Launcher
- [4] NFC Classic Tag Reader Writer
- [5] NFC Tag Writer & Reader
26. April 2012 um 18:35 Uhr
Größtes Problem,
knapp 200byte auf nem durschnittstag, größere bis zu einem KB, dies ist so wenig Speicher, dass ich schon teilweise an die Grenzen gestoßen bin wenn ich ne umfangreichere Visitenkarte (3-4 Nummern + 2emails + name +titel + Zuname + gebdatum + Adressen) darauf speichern wollte. Die KB Versionen haben das nicht (Schlüsselanhänger), die kleineren aber definitiv.
pS: super anwendungsgebiert – Schlüsselanhänger mit eigener Visitenkarte. Will wer deine Nummer hälst du einfach den Schlüssel vor sein handy. Kein lästiges Tippen speichern usw mehr und man muss die Nummer nicht mehr raussuchen falls man sie net im kopf hat.
26. April 2012 um 18:55 Uhr
Danke für deinen Kommentar.
Bei der Speichergröße stimme ich dir zu. 1 Kb ist mal ganz schnell weg. Da müsste man dann einen Kompromiss eingehen und bei vielen Informationen einen Link zu einer digitalen Visitenkarte im Netz greifen.
Dein Beispiel wär für mich sehr interessant, da ich meine Handynummer nicht auswendig kenne. Muss die immer aus meinem Adressbuch suchen. So eine Visitenkarte auf einen Schlüsselanhänger finde ich ist eine super Idee.
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