Die heutige Falckenstein-Kaserne ist die zweite Kaserne dieses Namens in Koblenz. Benannt wurde die Falckenstein-Kaserne nach Max Vogel von Falckenstein, geb. am 29.04.1839 in Berlin, der am 02.01.1896 zum General der Infanterie und kommandierenden General des VIII. Armeekorps mit Sitz in Koblenz ernannt wurde. In seiner weiteren Karriere wurde er noch zum Chef des Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspekteur der Festungen mit Sitz in Berlin ernannt. Fälschlicherweise wird auch heute noch oft angenommen, dass die Kaserne nach seinem Vater, General Ernst Friedrich Eduard Vogel von Falckenstein, benannt wurde.
Die Initialenstein, der am Eingang der Kaserne eingemauert ist, gibt Auskunft über die einstigen Truppenteile in der Kaserne:
- Linke Seite von oben nach unten gelesen: 1. Rheinisches Pionierbataillon Nr. 8
- Rechte Seite von oben nach unten gelesen: 3. Rheinisches Pionierbataillon Nr. 30
Die alte Falckenstein-Kaserne wurde in den Jahren 1896 – 1899 für das 1. Rheinische Pionierbataillon Nr. 8 gebaut, welches dem VIII. Armeekorps angehörte, dessen Kommandierender General Max Vogel von Falckenstein war.
Das 3. Rheinische Pionierbataillon Nr.30 war gleichzeitig Stab des Kommandeurs der Pioniere des VIII Armeekorps und war stationiert in Ehrenbreitstein und auf dem Asterstein.
Die heutige, 27,6 ha große Falckenstein-Kaserne (zweitgrößte am Standort) ist die zweite dieses Namens in Koblenz. Die erste Falckenstein-Kaserne ist heute nur noch mit Restbauten vorhanden. Es handelt sich um das heutige Versorgungsamt, in Stadtrichtung gesehen direkt hinter der „Neuen Moselbrücke“ rechts.
Platzmangel innerhalb des durch die beiden Flüsse eingeengten Stadtbereichs machte einen Kasernenbau außerhalb erforderlich. Hierzu bot sich in den 30er Jahren der nur gering bebaute Stadtteil Lützel an.
Hier wurde nun in den Jahren 1937 – 1938 erneut eine Pionierunterkunft gebaut, die ebenfalls Falckenstein-Kaserne genannt wurde und ab dem 29.08.1938 das Pionierbataillon 34 aufnahm, später auch den Heimkraftfahrpark.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kaserne, nach kurzer Belegung durch die Amerikaner, im Juni 1945 von den französischen Besatzungstruppen übernommen, die sie in „Caserne Marceau“, nach dem General der französischen revolutionstruppen Maceau, umbenannt. Französische Truppen waren noch bis September 1969 zu Gast in Koblenz und lagen mit Teilen in der Falckenstein-Kaserne in den Gebäuden 51, 52 und 63. Alte Kameraden sprechen heute noch vom Franzbereich. In den Jahren 1951 / 52 wurde die Kaserne um zwei Unterkunftsgebäude erweitert.
Am 30.04.1957 wurde die Kaserne an die Bundeswehr übergeben, die dort das Korpsfernmeldebataillon 213 unterzog.
Am 01.09.1957 erfolgte die Umbenennung des Korpsfernmeldebataillon 213 in Fernmeldebataillon 310. Aus der 4./- und 5./- Fernmeldebataillon 310 wurden am 01.05.1966 2./.- und 3./ Fernmeldebataillon 330, im Sommer erfolgte weiterer Zulauf von Personal und Material, woraus 1./- und 4./- Fernmeldebataillon 330 aufgebaut werden. Am 01.10.1967 wurde die 4. Kompanie wegen Raumnot in der Falckenstein-Kaserne nach Bubenheim verlegt.
Am 14.04.1969 verlegte die Fernmeldeausbildungskompanie 1/III von Büchel in die Falckenstein-Kaserne, ebenso erfolgte im Frühjahr 1969 die Rückverlegung der 4. Kompanie von Bubenheim in die Falckenstein-Kaserne.
Anfang der siebziger Jahre wurde die Schwimmhalle in der Kaserne errichtet, die übrigens bis heute die einzige im Standort Koblenz ist. Im Rahmen einer im Jahre 1974 beginnenden Grundinstandsetzung werden Teile des Technischen Bereichs und einige Gebäude neu errichtet. Sämtliche Unterkunftsgebäude wurden vollständig renoviert. Anfang 1982 wurde die Truppenküche des Fernmeldebataillon 330 zur Benutzung freigegeben, die Truppenküche des Fernmeldebataillon 310 befand sich zu diesem Zeitpunkt in Renovierung.
Mit den neuen Aufgaben der Bundeswehr wurde ab 1993 auch eine neue Heeres- und Führungsstruktur geschaffen. Das Ende des III.Korps und seiner Fernmeldetruppe war damit zugleich die Geburtsstunde des Heeresführungskommandos und seines zugehörigen Stabs- und Fernmelderegimentes.
Mit dem Organisationsbefehl vom 29.03.1994 wurde die Aufstellung des Stabs- und Fernmelderegiment 310 (HFüKdo) befohlen. Zur Aufstellung wurden das Fernmeldebataillon 310, zugleich auch Namensgeber, Teile des Fernmeldebataillon 330 und die zugehörige Fernmeldeausbildungskompanie 1/III, die Stabskompanie des III.Korps, die Betriebsgruppe DV Anlage HEROS-3 beim BMVg und einige Verbindungskommandos bei NATO-Dienststellen, multinationalen Großverbänden und verbündeten Streitkräften herangezogen.
Folgende Einrichtungen und Einheiten befinden sich heute in der Falckenstein-Kaserne:
- HFüKdo
- VKdoLw HFüKdo
- St/Kp HFüKdo
- OpInfoBtl 950
- Teile der LwInstGrp 15
- FFmZBw 432 / 900
- StOSanZentrum Lahnstein, Außenstelle Falckenstein-Kaserne
- TrV Koblenz
- Leitender Katholischer Militärdekan Koblenz
- Evangelischer Standortpfarrer KO 1
- Katholischer Standortpfarrer KO 1
- Liegenschaftsmanagementbezirk 3

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Da stimmen wohl einige Daten nicht, z.B. war der Kraftfahrhof PiBtl 34
an der Feste “Kaiser Franz” (ehem. Standortverwaltung). Empfehle meine Dokumentation “Der Namensgeber der Koblenzer Falckenstein-Kasernen” vom Juli 2009 zu lesen, befindet sich in der Falckenstein-Kaserne, beim Stadtarchiv und im Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg (dort unter der Signatur MSG 2 /15280).
Gruß Henning Install
Vielen Dank für den Hinweis. Werde das schnellst möglich ändern. Ist due Doku auch online einsehbar?
Insgesamt war ich 21 Jahre in der Falckenstein-Kaserne stationiert.
1958 – 1963 und 1973 – 1989. In den Jahren 1985 – zu meiner Pensionierung
1989 war ich Kasernenfeldwebel KO 4 in der FSK und habe auch den Namen
Initialenstein geprägt und seine Bedeutung entschlüsselt, da bis zu der
Zeit keine Deutung der Buchstaben und Zahlen vorlag.
Wie schon gestern in meiner Mail erwähnt befinden sich im Text einige Fehler die zu korrigieren wären.
Ein erneuter Fehler.
Die Umbenennung in FmBtl 310 erfolgte nicht am 01.09.1957 sondern am
01.09.1959, ich wurde nämlich am 01.09.1959 mit dem Ziel der Versetzung
zur 5. Kompanie Korpsfernmeldebataillon 213 kommandiert.
Das sind alles Fehler, wie auch bei dem Namensgeber, die durch nicht
geprüfte Übernahme von Texten fremder Verfasser entstehen.
Gruß
Henning Install
Warum haben sie damals eigentlich die Topografiebatterie 900 aufgelöst? Wir waren doch eigentlich ein ziemlich harter Haufen!