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RCS-E schon jetzt zum Scheitern verurteilt

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RCS-E

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Die SMS hat schon einige Jahre hinter sich gebracht. Doch die goldenen Zeiten sind schon längst vorbei. Die Provider hatten eine Menge Geld mit den kleinen und kurzen Nachrichten verdient. Durch die massive Verbreitung von Smartphones und die darauf installierten Apps sinken die Zahlen beim SMS-Versand ins Bodenlose. Das ist auch vollkommen klar. Kostenlose Apps wie WhatsApp, Viber, Google Talk usw. benötigt man für die Kommunikation lediglich eine Internetverbindung. Die bekommt man auch für unter 10 € im Monat. Durch die eben genannten Apps kann man unbegrenzt Nachrichten, Bilder und Videos Freunden und Bekannten schicken.

Ein persönliches Rechenbeispiel zur SMS

Würde ich alle Nachrichten über WhatsApp, Google+ oder Facebook als SMS verschicken, würde ich bei meinem Provider (9 Cent pro SMS) nur für diese Nachrichten über 17 € zusätzliche Kosten haben. Ich habe dabei einmal überschlagen, wie viele Nachrichten ich über die eben genannten Dienste mit Freunden und Bekannten austausche. Es sind um die 190 Nachrichten in einem Monat. Vollkommen klar, dass sich diese Kosten gerne einsparen möchte und werde.

Was ist RCS-E?

Jetzt haben sich die Mobilfunkanbieter aber etwas ausgedacht, um den sinkenen SMS-Versand entgegen zu wirken. Die Lösung ist RCS-E. Diese Abkürzung steht für Rich Communication Suite enhanced. Was diese neue Technik können wird, ist nicht wirklich anders als beispielsweise WhatsApp. Mit RCS-E kann man also auch Text, Bilder und Videos verschicken und empfangen. Einzig dazu kommt noch die Info, ob die Person, der man beispielsweise ein Video schicken möchte auch einen schnellen Internetzugang zur Verfügung hat. Wenn nicht, wird der Versand auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Wer bietet RCS-E anbieten?

Die Telekom, Vodafone und Telefónica gehören zu denen, die RCS-E anbieten werden. E-Plus wird sich vorerst nicht an RCS-E beteiligen. Meiner Meinung nach der einzige Anbieter, der kein Geld in eine Totgeburt steckt. Der Service, so wie er bisher geplant ist, bietet keinen Mehrwert und der Verbraucher ist auch nicht dumm. Somit werden die meisten bei WhatsApp, Goolgle Talk, Viber und den Messenger von Google+ und Facebook bleiben und weiterhin diese kostenlosen Dienste nutzen, anstatt einen neuen Bezahldienst.

Autor: Jens Lehmann

Hallo, ich bin Jens und der Gründer des Freizeichens und betreibe das Blog bereits seit 2010. Ich habe eine Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen und seit 2009 bin ich Student der technischen Redaktion und seit 2011 des Informationsmanagement an der Hochschule Hannover. Ihr könnt mich auch bei Twitter, Google+ und Facebook finden.

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6 Kommentare

  1. > “Meiner Meinung nach der einzige Anbieter, der Geld in eine Totgeburt steckt.”

    Sollte vermutlich heißen “…der KEIN Geld in…”

    > “ein Video schicken möchte auch einen schnellen zur Verfügung hat.”

    Internetzugang?

    Thx für den Artikel :)

    Gruß
    D.

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