Das war abzusehen. Je weiter ein OS verbreitet ist, umso wahrscheinlicher sind Angriffe von Leuten, die nichts Gutes wollen. Die Entwicklung und die neuen Schädlinge nehmen in einem beachtlichen Tempo zu. Laut Kaspersky Labs gab es im Juli 2011 knapp 200 neue einzelne Schädlinge. Gerade mal 5 Monate später waren es fast 1.200.
Ich habe es in meinem Artikel über das Android-Jahr 2012 bereits geschrieben, das 2012 einiges auf uns zukommen wird, was Schädlinge, Viren, Trojana usw. angeht. Kaspersky Labs hat aktuell über 6.700 einzelne mobile Schädlinge in den eigenen Datenbanken verzeichnet. Wahnsinn, wie schnell die Schadprogramme in ihrer Anzahl zunehmen. Das Ganze sieht für Android noch bitterer aus, wenn man einmal die Verteilung der Malware nach dem jeweiligen OS betrachtet:
- 67 % Android
- >25 % J2ME
- >5% Symbian
Windows Mobile, Blackberry und iOS (iPhone) werden nur punktuell angegriffen.
Wer ein Smartphone mit Wondow, Blackberry, oder Apple OS nutzt, dürfte sich recht sicher sein. Das ist allerdings kein Grund zur Entwarnung. Auch für diese OS gilt, Augen auf bei der Benutzung. Denn auch falsches Verhalten, bzw. ein zu sorgloser Umgang mit E-Mails und Apps beispielsweise kann da schnell etwas verursachen, was man gar nicht möchte. Auch wenn es sich auszahlt, dass beispielsweise Apple die Apps noch einmal prüft, bevor sie im App Store zum Download bereitgestellt werden. Vielleicht sollte Google mit Android ähnlich vorgehen.
Tja, und jetzt geht wieder die alte Leier los, was man alles beachten sollte. Eigentlich hatte ich gedacht, dass in den meisten Köpfen gewisse Verhaltensregeln endlich eingehämmert sind, wie man beispielsweise mit Programmen und im Internet umgeht, wenn man beispielsweise einen Windows-PC nutzt. Jetzt erzählt man eigentlich immer wieder das Gleiche, wie seit Jahren beim PC. Dabei hilft der normale Menschenverstand schon, einiges vom Smartphone fernzuhalten. So sollte jedem klar sein, das man nicht einfach so jede App aus fragwürdigen Quellen installiert. Hier sind die iOS-Nutzer am besten geschützt. Apple sieht es standardmäßig gar nicht vor, dass man eine App aus einer anderen Quelle downloadet als der des eigenen App Stores. An dieser Stelle ist der goldene Käfig sehr sinnvoll.
Wenn das Smartphone das Internet nutzt, was wohl bei fast jedem Smartphone der Fall sein dürfte, sollte man auf jeden Fall auch eine entsprechende Schutz-App nutzen und auch das Android-System immer auf dem neuesten Stand halten. Ebenfalls sollte man sich die wenigen Sekunden Zeit nehmen und sich bei Updates für Apps die Berechtigungen anschauen, ob sich hier etwas ändert.
Bei E-Mails sollte es ebenfalls selbstverständlich sein, nicht jeden Anhang zu öffnen oder jeden Link in E-Mails und im Internet anzuklicken. Lieber einmal zu wenig geklickt, als teure Programme auf dem Smartphone, die u.U. erhebliche Kosten verursachen können.
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