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Google Glass / Bildquelle: Google

Google Glass: Verbot für Autofahrer in den USA?

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Für Google könnte es aktuell mit der Datenbrille nicht besser laufen. Obwohl nur ganz selten Informationen durchsickern, ist das Interesse an Google Glass enorm angestiegen. Gehandelt wird Google Glass als der nächste richtig große Trend und als das Gerät, dass das Smartphone ersetzen soll. Ob das tatsächlich so passieren wird, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle beschäftigt es die Menschen. So auch die Politik im US-Staat von West Virginia. Da soll sie beim Autofahren verboten werden.

Das Interesse an Datenbrillen wie Google Glass hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Das lässt sich auch anhand der Google Trends gut feststellen. Eine vollkommen neue Gerätekategorie wird derzeit erschaffen und sorgt schon vor Marktstart für teils heftige Diskussionen.

Es scheint so, als wäre hier blinder Aktionismus am Werke. Beim Telefonieren während der Fahrt konnte bereits mehrfach durch Studien und Untersuchungen nachwiesen werden, dass ein Telefongespräch, oder sonstige Interaktionen mit dem Telefon massiv ablenkt. In einem sehr drastischen und dramatischen Video hat die Polizei in Gwent (Wales, Großbritannien) auf die Gefahren durch die Benutzung von Handys / Smartphones hingewiesen.

In die Diskussionen um Datenbrillen im Allgemeinen und Google Glass im Speziellen scheinen sich nun auch die Gesetzgeber im US-Bundesstaat West Virginia einzumischen. Dort soll ein Gesetzentwurf umgesetzt werden, der die Benutzung von solchen Datenbrillen á la Google Glass beim Autofahren verbieten soll[1][2].

Von Google Glass wird nicht direkt gesprochen. Umschreibend wird es als „wearable computer with head mounted display“ (tragbarer Computer mit am Kopf befestigtem Display) beschrieben. Stellt sich die Frage, ob eine solche Brille überhaupt nennenswert vom Straßenverkehr ablenkt und den Straßenverkehr gefährdet. Da Informationen direkt im Dichtfeld des Benutzers angezeigt werden, dürfte eine Ablenkung weniger stark ausfallen, als der Blick aufs Armaturenbrett aufs Radio oder Navigationssystem.

Gerade bei einigen Modellen von beispielsweise BMW oder Volvo werden einige wichtige Elemente und Informationen durch ein Headupdisplay für den Fahrer an die Frontscheibe (gewöhnlich links außen) projiziert, damit der Fahrer weiterhin auf die Straße sehen kann und nicht abgelenkt wird.

Nach aktueller Rechtslage in Deutschland dürfte Autofahrern aktuell keine Probleme drohen. Denn so wie die Informationslage bisher ist, verfügt Google Glass nicht über eine eigenständige Telefonfunktion, bzw. 3G. Dies wird durch Kopplung mit dem Smartphone möglich. Somit könnte Google Glass als Headset zum Telefonieren gewertet werden und die sind bekanntlich während der Fahrt durchaus benutzbar. Lediglich der Griff zum Handy / Smartphone und dessen Benutzung darf während der Fahrt ist in Deutschland verboten. Sogar einen mp3-Player wie den iPod Touch dürfte man ohne weiteres bedienen, obwohl dies ebenfalls stark ablenkt wie ein Smartphone. Aber da der iPod-Touch keine Telefonfunktion bietet, ist die Benutzung erlaubt.

Ähnlich paradox ist es, wenn das Smartphone als Navigationsgerät benutzt wird. Hier kann der Benutzer ein Bußgeld erhalten, wenn er das Gerät benutz / anfasst. Denn das Smartphone ist immer noch ein Telefon und Telefone dürfen im Straßenverkehr nicht benutzt werden, egal, welche Funktion damit ausgeführt wird. Das herkömmliche Navigationsgerät hingegen darf auch während der Fahrt vom Fahrer bedient werden.

Wann deutsche Politker und Gesetzgeber diese Datenbrillen auf den Schirm bekommen und darüber diskutieren, ob sie währen der Fahrt vom Fahrer benutzt werden dürfen oder nicht, bleibt abzuwarten. Wenn Google Glass auf den Markt kommt und auch in Deutschland gekauft werden kann, wird es für Autofahrer sicherlich schwierig werden, da die aktuelle rechtliche Grundlage äußerst strittig sein wird. Ich bin sehr gespannt, wann der erste Fall vor einem Gericht behandelt wird und wie die jeweiligen Richter urteilen werden.

Quellen und Verweise

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Quellen und Verweise

Autor: Jens Lehmann

Hallo, ich bin Jens und der Gründer des Freizeichens und betreibe das Blog bereits seit 2010. Ich habe eine Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen und seit 2009 bin ich Student der technischen Redaktion und seit 2011 des Informationsmanagement an der Hochschule Hannover. Ihr könnt mich auch bei Twitter, Google+ und Facebook finden.

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