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Kommentar: Smarte Gegenstände sind nicht smart

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In naher Zukunft werden wir uns mit zwei Trends auseinander setzen müssen. Das eine sind Smartwatches, also intelligente Geräte, die als Uhr getragen werden und mehr Funktionen bieten, als die klassische Uhr. Hierbei muss sich im Laufe der Zeit allerdings noch zeigen, welche Funktionen das überhaupt sind und diese tatsächlich gebraucht werden. Aber das Marketing wird es schon richten. Der andere Trend werden Brillen mit Zusatzfunktionen sein. Einen eindeutigen Begriff hat man dafür allerdings nicht gefunden. Naheliegend ist die Bezeichnung der Smartglasses. Goolge ist hier der prominenteste Vertreter. Neuerdings ist das Gerücht aus Korea raus in die Welt getreten, dass auch LG an einer solchen Smartglasses arbeiten soll.

Das Smartphone, der Urvater der Smarten Geräte, ist in der Masse längst angekommen. Die smarten Geräte verkaufen sich bestens und das alte Handy gerät immer weiter in Vergessenheit und findet in Gesprächen über mobile Endgeräte praktisch keine Erwähnung mehr. Höchstens, um darüber zu sinnieren, wie wenig Funktionen ein solches Handy hatte. Meistens gefolgt von dem schon wehmütigen Erinnerungen an die großartigen Akkulaufzeiten von mehreren Tagen.

Das Smartphone hat seinen Platz ergattern können in den Jacken- und Hosentaschen der Menschen. Niemand trauert dem Handy hinterher. Klar, es war ja auch nicht smart. Außerdem gesellt sich das Smartphone zu anderen Dingen, die einfach nur smart sind. Smarte Kleidung, smarte Fernseher, sogar eine Automarke heißt so und will es besser machen als alle anderen.

Nun ist der nächste letzte Schrei eine smarte Uhr. Egal, ob diese wirklich gebraucht wird. Egal, dass eine klassische Uhr Monate, eher über Jahre funktioniert, ohne die Batterie austauschen zu müssen. Manch ein Hersteller erdreistet sich sogar, eine Automatik oder Solarzellen einzubauen, um überhaupt nicht mehr eine Batterie auszuwechseln. Eine durchaus pfiffige Lösung und sehr bequem für die Träger einer solchen Uhr. Smart? Durchaus. Bewährt und smart. Smarter scheint es den Konzernen, diese lange Betriebszeit ohne Batteriewechsel radikal zu kürzen. Nur das scheint smart zu sein in der Informationsgesellschaft, die sich mittlerweile an Hippstern orientiert, als an denen, die… lassen wir das.

Ein Merkmal, dass Smarte Geräte umschreibt, scheint aber durchaus die geringere bzw. seit Jahren stagnierende Betriebszeit zu sein. Das iPhone? Hält sei dem ersten Modell nicht lange durch. Die Konkurrenz? Klar, die kommt auch nur einen Tag mit einer Akkuladung aus. Smartwatches? Auch die werden nicht länger durchhalten. Erst recht nicht im Vergleich mit den gar nicht smarten Uhren, die es seit jeher zu kaufen gibt, sich aber nicht smart nennen dürfen, weil sie ja nicht neu sind und auch nicht anzeigen, dass gerade eine E-Mail eingetrudelt ist. Also sind smarte Uhren auch quengelnde Zusatzgeräte für unsere smarten Telefone.

Der Trend, der den neuesten Trend vermutlich sogar überholen wird, bevor der Trend kein Trend mehr ist, wird die smarte Brille sein. Ihr gebührt zugegebener Maßen mehr Aufmerksamkeit. Innovativ und durchaus in der Lage wirklich smart zu werden. Aber auch hier wird eine Tradition beibehalten, obwohl so unendlich smart und doch total rückwärtsgewandt, wird auch sie nicht lange durchhalten und (so vermutet man derzeit) nach einem Tag eine Steckdose verlangen. Bevor der nächste Trend kommt und nur auf die Ablösung vom darauffolgenden Trend wartet, sollte eine Akku-Revolution erfolgen[1].

Das ist smart. Ein Akku, der durchhält. Länger als ein Tag. Oder deutlich potenter als das, was wir aktuell vorgesetzt bekommen. Ein neues Smartphone bekommt einen besseren, weil leistungsstärkeren Akku. Die Freude ist groß, die technischen Daten verraten allerdings recht schnell den Schwindel. Neuere Prozessoren, mehr Pixel, größeres Display. All das macht den größeren Akku, seinen Vorteil gegenüber dem Vorgänger wieder zunichte. Aber das ist ja smart. Nicht seit gestern, seit Jahren. An allen Ecken Evolution, Revolution, neue Geräte und eine bessere Zukunft. Der kleine Akku? Er dümpelt vor sich hin, entwickelt sich kaum weiter. Aber hey, die Auflösung ist viel größer geworden bei Smartphone & Co.! Besonders wichtig kann das aber nicht sein, wenn man als Kunde bereitwillig in Kauf nimmt, auch mal gegen Abend (wenn keine Steckdose verfügbar ist) gar nichts mehr von der tollen Auflösung zu haben, weil der Akku leer ist. Hauptsache man hat die hohe Auflösung, den super schnellen Prozessor. Ob das nun einen Tag oder kürzer nutzbar ist, das stört nicht. Zum Glück fragt ja auch keiner nach der Leistungsfähigkeit des Akkus. So wird es auch bei den smarten Uhren und Brillen sein. Der Akku scheint wie ein Greis zu sein, der gezwungener Maßen auf einer Party von Halbstarken mitmachen muss. Dass er nicht bis morgen um 5 durchhält ist klar.

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Quellen und Verweise

Autor: Jens Lehmann

Hallo, ich bin Jens und der Gründer des Freizeichens und betreibe das Blog bereits seit 2010. Ich habe eine Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen und seit 2009 bin ich Student der technischen Redaktion und seit 2011 des Informationsmanagement an der Hochschule Hannover. Ihr könnt mich auch bei Twitter, Google+ und Facebook finden.

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