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Prepaid-Kreditkarten gibt es an (fast) jeder Tankstelle

Google Play Store: Bezahlen nur mit Kreditkarten – na und?!

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Bezahlmöglichkeiten bei Google, besser gesagt im Google Play Store beschränken sich auf eine Möglichkeit. Und diese lautet Kreditkarte. Immer wieder flammt im Netz, besonders im deutsch sprachigen Gefilden die Diskussion darüber auf. Mir geht das mittlerweile auf die Nerven. Ein kleiner Rant auf die ewig Gestrigen.

Bemängelt wird im deutsch sprachigen Raum immer wieder, dass man bei Google ausschließlich mit Kreditkarte bezahlen kann. Die Diskussion dazu dreht sich bereits nach kürzester Zeit im Kreis. Immer wieder wird gefordert, dass Google auch Alternativen anbieten soll oder muss. Ich sage dazu: nein! Nein dazu, dass auch das Lastschriftverfahren eingeführt wird. Geschenkgutscheinkarten wie bei iTunes hingegen sind eine angenehme Sache. Aus zweierlei Gründen:

Das Verschenken von Guthaben für den Play Store ist einfach und in der Regel schnell erledigt. Zumindest, wenn diese Gutscheinkarten so breit flächig verfügbar sind, wie die Karten von Apple. An fast jeder Tankstelle und größeren Supermärkten findet sich diese Karte im Kassenbereich. Für Jugendliche, die noch keine Kreditkarte erhalten ist das eine gute, schnelle und recht unkomplizierte Möglichkeit, Guthaben für den Play Store aufzuladen. Wenn das Geld für Apps, Bücher, Filme oder Musik aufgebraucht ist, kann man nicht in die Miesen geraten. Ideal also für Jugendliche und junge Erwachsene.

Alle anderen können ohne Probleme bei ihrer Bank nach einer Kreditkarte fragen. Die Konditionen und Bedingungen variieren je nach Bank. Wer die Verbindung mit dem Bankkonto / Kreditkarte und Google nicht möchte, kann noch auf eine Prepaid-Kreditkarte umsteigen. Ihr ladet auf diese Karten Geld auf und wenn das aufgebraucht ist, kann nichts weiter davon abgebucht werden. Diese Kreditkarten gibt es ebenfalls an den meisten Tankstellen.

Wer auch das nicht möchte, der bleibt halt außen vor. So patzig und selbstgefällig das klingt, so wahr ist es doch auch. Immer wieder kommen die gleichen Argumente der Kreditkarten-Gegner:

  • „Meine Freunde sind nicht dazu bereit, also bin ich es auch nicht“
  • „Ich will aber nur per Lastschriftverfahren bezahlen“
  • „Ich möchte mit PayPal bezahlen“
  • „Ich habe keine Kreditkarte“
  • „Eine Kreditkarte ist mir zu teuer“
  • „Ich weiß nicht, was Google mit meinen Daten macht“

Kommt man den Gegnern mit einem Vorschlag, der die vorherigen Bedenken zerstreut, kommen diese wieder mit dem nächsten Argument. Das hört nie auf.

Bei Google wird nun mal nur eine Kreditkarte akzeptiert. Wer das aus welchen Gründen auch immer nicht akzeptiert, muss damit leben, sich nur auf kostenlose Apps und Bücher zu beschränken. Das Argument, dass Google sonst etwas mit den Daten machen könnte, ist so etwas von an den Haaren herbei gezogen. Was soll Google denn mit eurer Kreditkarte anstellen? Selbst einkaufen, oder plötzlich einen Betrag X ungerechtfertigt abziehen? Bei Google wird man peinlichst genau darauf achten, nicht negativ aufzufallen. Über Jahre hinweg aufgebautes Vertrauen lässt sich in wenigen Sekunden komplett zerstören.

Richtig ist, dass Google euch als Ware nutzt. Das war schon immer so. Dafür bekommt ihr nahezu alles von diesem Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt. Doch das man in Mountain View Blödsinn mit den Kreditkartendaten anstellt ist äußerst unwahrscheinlich. Dafür ist das Vertrauen der Nutzer zu wertvoll.

Das eine Kreditkarte zu teuer ist, kann man so auch nicht stehen lassen. Bei vielen Prepaid-Anbietern werden 9,95 € für den Kauf der Karte fällig und im Folgejahren der gleiche Betrag (jährlich). Bei 9,95 € im Jahr entstehen euch dann monatliche Kosten in Höhe von lumpigen 82 Cent. Das ist angeblich schon zu teuer? Das Gejammer dabei kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen. Die Bereitschaft für ein Smartphone mehrere Hundert Euro auszugeben ist vorhanden. Teure Mobilfunkverträge sind ebenfalls breit akzeptiert. Doch eine Kreditkarte zu nutzen, die weniger als 10 Euro pro Jahr kostet ist plötzlich zu viel.

Google hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass man ausschließlich eine Kreditkarte als Bezahlmöglichkeit akzeptiert. Wer sich damit nicht anfreunden will, der muss entweder auf ein komplett anderes Betriebssystem umsteigen (bei Apple sieht es allerdings dann auch schlecht aus), oder einfach mit der Tatsache leben, kostenpflichtige Apps, Bücher, Musik und Filme nicht nutzen bzw. konsumieren zu können.

Quellen und Verweise

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Quellen und Verweise

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Autor: Jens Lehmann

Hallo, ich bin Jens und der Gründer des Freizeichens und betreibe das Blog bereits seit 2010. Ich habe eine Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen und seit 2009 bin ich Student der technischen Redaktion und seit 2011 des Informationsmanagement an der Hochschule Hannover. Ihr könnt mich auch bei Twitter, Google+ und Facebook finden.

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7 Kommentare

  1. Pingback: 48. Blick nach hinten / Top-Ten Artikel der Woche | Das Freizeichen

  2. Wirst du von den Kreditkartenfirmen bezahlt oder was?

  3. Man man man.
    Wenn ich “nur” drei oder vier apps die kostenpflichtig sind , haben mochte, aber dafür 10 Euro bezahlen muss, verteuern sich diese um mehrere 100 %!

    Punkt

  4. Sorry, aber die Hackerangriffe der letzten Zeit verunsichern schon, denn was ist, wenn die Kartendaten
    gestohlen werden???? Google ist doch sooooo modern…. oder doch nicht?
    Ach so: eine Frage noch: was hast denn von G bekommen für Deinen einseitigen Bericht?

    • Ja, wenn die Kreditkartendaten weg sind, kann problematisch werden, wenn man es nicht umgehend merkt und die Karte sperren lässt. Das ist richtig. Es stellt sich aber die Frage, wie wahrscheinlich ist es, das Hacker bei Google Kreditkartendaten klauen und massenweise Geld machen? Zwar größer 0, aber doch eher gering.

      Google zahlt mir kein Geld für diesen Artikel. Dich wird es vielleicht überraschen, aber ich sehe das nun mal so, wie ich es geschrieben habe. Da hängt kein Konzern hinter, der mit einer minimalen Geldspritze den kleinen Blogger (in diesem Fall mich) glücklich macht. Einseitig? Hast den Artikel offenbar nur stückchenweise überflogen, um möglichst schnell meine Sichtweise zu torpedieren, bzw. als gekaufte Meinung unglaubwürdig erscheinen zu lassen.

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